Wo beginnt Tuning?

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    • Wo beginnt Tuning?

      Moin Moin Vespa-Gemeinde,
      ich hoffe der Titel ist nicht zu allgemein und es ist verständlich worum es mir geht.
      Und ich hoffe mal, dass die Frage nicht zu "plump" ist.
      Ich habe mich unlängst gefragt, was eigentlich nicht mehr legal ist.
      Um eines vorweg zu nehmen, ich will die Leistung meiner LX50 nicht steigern oder sonstwie möglichst nah an den Rand der Legalität (oder darüber hinaus ;) ) kommen.
      Mir geht es um Reparaturen in Eigenregie und die zu verwendenden Teile. Ich habe auf dem Gebiet nämlich überhaupt keine Ahnung und will nicht wegen irgendeinem Kleinkram Ärger riskieren.
      Ich frage also mal, gelten nur Veränderung des Hubraumes und der Höchstgeschwindigkeit als illegales Tuning?
      Kann man beispielsweise andere Stoßdämpfer verbauen? Reifen darf/muss man ja auch wechseln...
      Bei welchen Reparaturen muss man auf die (nicht gerade günstigen) Originalteile zurückgreifen? Oder seid ihr aus eigener Erfahrung heraus ohnehin Freunde von Originalen?
      Vielen Dank schon mal für eure Antworten
    • Ganz einfach. Nur Original ist Legal.

      Ausnahmen sind Teile mit ABE oder E-Nummer (Auspüffe, Lampen usw.) oder das was der TÜV/Dekra dir einträgt. Das gilt auch für Stoßdämpfer!!
      Reifen müssen den in der BE angegebenen Dimensionen entsprechen. (Größe, Lastindex, Geschwindigkeit)

      Solange du Originalteile verwendest bist du eigentlich immer auf der sicheren Seite.
      Wer Fehler findet darf sie gerne behalten.
      Butter wird aus Kühen gemacht, sonst heißt es Margarine!!
    • Siehe Pyromanix :thumbsup:

      Ich für meinen Teil greife aber auch zu Repro Teilen......
      ein 49ccm Zyl. sollte auch ohne ABE kein Problem werden(Wenn er nicht Schneller wird).
      Ich hatte bis jetzt noch nie welche! aber genau genommen "muß" jedes Teil abgenommen sein!!!
      Meist findet sich der Fehler bereits 50cm vom Bildschirm entfernt zwischen den Ohren !!!

    • Danke für die Infos.
      Leider muss ich gleich noch eine Frage auf dem Niveau nachschieben.
      Was also eine ABE hat geht in Ordnung, muss ich dann einen Beleg dafür (dass das Teil eine ABE hat) mit mir führen oder ist das dann den jeweiligen Kontrolleuren überlassen das zu recherchieren?
      Und bei einem 50ccm Roller sind ja, zumindest bei mir, keine Papiere im Sinne eines PKW (meine einzige Vergleichsgrundlage) dabei, sondern nur ein einseitig bedrucktes Blatt A4. Wenn ihr von "abgenommen" und "eingetragen" sprecht, kommen diese dann als Vermerk auf dieses Blatt? Ich dachte immer eine Art Abnahme ist bei den kleinen Kalibern überhaupt nicht möglich, da nicht vorgesehen. Wüsste auch nicht womit ich dort aufkreuzen könnte, wenn doch die ABE bzw. E-Nummern entweder da sind oder nicht.

      Dass die Reifen den jeweiligen Bestimmungen entsprechen müssen wusste ich, hab aber die logische Verknüpfung, dass diese Bestimmungen nicht nur dazu da sind eine Sicherheit zu haben einen passenden Reifen zu kaufen, sondern parallel auch als Kontrollmöglichkeit dienen, habe ich nicht zustande bekommen.
      Manchmal muss ich mich schon über meine eigene Beschränktheit wundern :S
      Aber mal abseits davon, ein anderes Prüfsiegel gibt es bei Reifen nicht? Da kann sich doch jeder Hersteller Angaben ausdenken und aufbringen? Was gibt mir als Fahrer denn dann die Sicherheit, dass der Reifen auch entsprechende Leistungen bringt?

      Nochmal vielen Dank für eure Geduld
      (und entschuldigt die Verzögerung)
    • Wenn das zubehör Teil eine E-Nummer hat (Europäischen Genehmigung) brauch man rein Theoretische keine ABE mitführen. Bei allem anderen schon. Allerdings kann ich aus Erfahrung sagen das es bei Kontrollen ungeachtet einer E-Nummer sinnvoll ist den Wisch mitzuführen. Mach bei einer Kontrolle alles einfacher. Wie das mit ner Abnahme aussieht bei einer Fuffi einfach mal den Tüv oder Dekra im Osten fragen was die dazu sagen. Lohnt sich meiner Meinung nach aber nicht.

      Mit den Reifen ist so ne sache. Die Hersteller werden ja nicht willkürlich irgendwelche sachen drauf schreiben. Bei einer falschen Größe passt der reifen nicht richtig auf das Moped und auch sonst haben die Reifenhersteller bei all der Konkurrenz einen Ruf zu verlieren. So einen Reifen Dimensioniert man ja nicht aus Absicht bis 100km/h und gibt ihn dann bis 200 frei. Damit würden die sich ja ins eigene Fleisch schneiden. Wenn der Hersteller keinen Ruf hat kaufe ich auch erst gar nich irgendelche Reifen bei dem. Selbst die Originalen Savas haben nicht ohne Grund ihren schlechten ruf bei Nässe.
      Wer Fehler findet darf sie gerne behalten.
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    • Beim Tüv (und auch anderen Prüforganisationen) kann man generell alles Eintragen lassen!
      Selbst die Blaue Unterbodenbeleuchtung zu Showzwecken..... ob das sinnvoll ist ????
      Aber es geht :D

      Das mit den Reifen ist Konstruktions bedingt auf eine Größe festgelegt und dann wäre beim Reifen noch die Traglast sowie der Geschwindigkeits Index wichtig (nicht unbedingt bei einer 50ccm Vespa) aber bei der GTS oder großen PX schauen sie bei der HU drauf.

      Bei meiner Ducati sind sogar die Hersteller in den Papieren Vorgeschrieben!!! z.b. Michelin od. Bridgestone .
      Wenn ich also einen Pirelli reifen Fahren möchte muß ich mir von Ducati eine Herstellerfreigabe holen und den Hersteller Eintragen lassen :P Obwohl gleiche Modelle ab Werk Bridgestone drin stehen haben.
      Du siehst es hat alles irgend einen Sinn auch wenn der für uns nicht Nachvollziehbar ist.

      Also sei Froh das du so "Wenig" auflagen hast.

      Nur das mit dem Einseitig bedruckten Din A4 Blatt als Papiere solltes du mal genauer Erklären!
      Meine Vespa bzw. Piaggio Papiere sehen anders aus!
      Meist findet sich der Fehler bereits 50cm vom Bildschirm entfernt zwischen den Ohren !!!

    • Das einseitige DIn A4 PApier sind die Eu papiere. Die sehen so aus, unübersichtlich und grauenhaft.

      Mit den Reifen stimmt mit der Fabrikatsbndung. Bei allem was neuer ist gibt es die nach neuem EU recht aber nicht mehr. Ich hab in meiner großen auch nur Größe und anforderungen stehen. Kann also jeden Reifen fahren der diesen Anforderungen entspricht.
      Wer Fehler findet darf sie gerne behalten.
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    • Ich freue mich, dass man in diesem Forum nicht gleich ausgebuht wird, wenn man mal eine plumpe Frage stellt, danke dafür XD
      Zwecks der Auflagen: klar freu ich mich darüber und ich bin mir dieses Umstandes durchaus sehr bewusst. Ist einer der Gründe, warum ich 50ccm fahre. (Abseits dessen, dass ich keinen A-Schein habe und B nur 50ccm umfasst XD)
      Wegen dem (fehlenden) Prüfsiegel am Reifen: Ist es nicht traurig und auch fragwürdig, dass ausgerechnet Reifen, welche den Kontakt zum Untergrund herstellen, keiner weiteren Prüfung unterliegen? Alles wird geprüft und beim Reifen muss ich mich darauf verlassen, dass der Hersteller sein Gesicht nicht verlieren will? Das wollen die Hersteller der anderen Teile doch auch nicht.
      Versteh mich nicht falsch, ich habe mich auch etwas eingelesen, ehe ich von meinen Sava auf Heidenau umgestiegen bin, aber das traue ich nicht jedem zu. Viele werden beim Reifenhändler den billigsten Reifen nehmen oder, im Ernstfall, selber im Internet bestellen, wobei nicht mal mehr ein Händler vom jeweiligen Hersteller abraten kann.
      Naja, will euch nicht länger nerven, von daher
      gute Fahrt :)
    • Da kannst du ruhig weiter Schlafen ^^
      Die wie du schreibst billigsten reifen sind glaube ich von Michelin und die gehören ja zu den Renomierten Herstellern.

      Ich sehe eher das Problem darin das leute Versuchen die Gummis mit irgendwelchem Werkzeug in der Garage auf die Alufelge ziehen.
      Meist findet sich der Fehler bereits 50cm vom Bildschirm entfernt zwischen den Ohren !!!

    • Hallo,

      also jeder Reifen hat nicht nur eine E Nummer, sondern über die DOT Bezeichnung und die diversen Nummerncodes kann man so ziemlich jeden Furz nachvollziehen, den ein Mitarbeiter in der Produktion gemacht hat. Und selbstverständlich ist ein Reifen nicht nur umfangreich getestet, sondern auch zugelassen. Das hat nichts mit gutem Ruf zu tun, sondern ist ganz normale Qualitätssicherung in der industriellen Fertigung.
      Ob man den Reifen auch fahren darf, hängt von der Reifenfreigabe des Herstellers für dein Fahrzeug ab.
      Und nach diesem Strickmuster kannst du einen Zahnriemen, eine Zündkerze, ein Blinkerbirnchen oder die Luft in den Reifen von einem Fremdhersteller einbauen, ohne illegal zu werden.
      Tuning nach deiner urspünglichen Fragestellung beginnt also erst da, wo du Änderungen vornimmst, die wesentliche Eigenschaften des Fahrzeugs beeinflussen. Das sind sicher die technischen Daten, die Grundlage der Typzulassung waren (z.B. Hubraum, Geschwindigkeit, Lautstärke... zumindest jenseits der zulässigen Toleranzen) oder die Sicherheit beeinflussen (eben Reifen oder z.B. vorstehende Teile oder zu dunkle Lampengläser, etc.) oder Einzelkomponenten, die wiederum eine eigene Zulassung haben (z.B. die Stossdämpfer, Auspuff... hier darfst du nur was nehmen, was wiederum eine Zulassung hat und die mußt du nachweisen können).
      Was man darüber hinaus mit dem TÜV noch in Einzelabnahmen machen kann, ist zwar zuweilen erstaunlich, kommt aber für eine 50er mit Versciherungskennzeichen nicht in Frage.

      Frank
    • Hallo zusammen,

      bitte vergesst nicht, dass es zwei evtl. teure Risiken gibt.
      a) Fahren ohne Betriebserlaubnis = Teile ohne ABE, KBA-Nr. usw.
      b) Fahren ohne Führerschein = schneller als in Betr.-Erlaubnis oder Zylinder > 50 cc (bei 40-50 km/h-Rollern)

      Euch eine schöne Saison, ohne unnötigen Ärger.......

      Gruß
      Heinrich