Grantourismo 200 L oder GTS 250

  • Liebe Vespa-Freunde,


    ich bin absoluter Neuling im bereich "Vespa", möchte aber von Motorrad auf Vespa umsatteln. Ich will mit dem Zweirad zur Arbeit und vielleicht mal ein 50 Kilometer Ausflug machen. Ich mag trockene Knie wenn´s regnet, eine Helmablage - daher der Schritt zum Roller.


    Aber: Es soll schon eine Vespa mit ein bisschen "Wumms" sein - zumal das gute Stück später kräftig arbeiten muss. Ich wiege 125 Kilo....


    In meiner Nähe gibt es gerade eine Grantourismo 200 L von 2004 mit 11.000 km (?) und eine GTS 250 von 2011 mit 20.000 km. Optisch gefallen mir beide. Beide sollen gute 2000,- kosten.
    Worin unterscheiden sich die Modelle? Welche ist anfälliger für Macken? Welche "zieht" besser? Auf was sollte ich achten?


    Oder greife ich einfach zur Neueren, da vermutlich weniger abgerockt?


    Wer sich genauer informieren möchte:





    Freu mich über jeden Tipp! Vielen Dank schon mal!


    C

  • Ich würde Dir empfehlen einfach mal beide probe zu fahren. Dann hast Du gleich praktische Erfahrungen mit den beiden Modellen.
    Dann weisst Du auch welche besser zieht und ob sich am Preis noch etwas verhandeln lässt.


    Auf Basis der jetzt vorliegenden Informationen würde ich mich nicht entscheiden wollen.

  • Hi;


    vielen Dank für die Antwort. Klar - eine Probefahrt schafft Klarheit in Punkto Fahrverhalten. Mir ging´s aber eher darum, hier über das Forum raus zu kriegen, wie sich die Modelle unterscheiden.
    Motor? Bremsen? Zuverlässigkeit? Haltbarkeit? Besondere Macken? Besondern kritische / schnell defekte Bauteile?
    Leicht /schwer selbst zu reparieren? Schwierigkeiten an Ersatzteile ran zu kommen? etc.


    Danke


    C

  • Hallo,
    nimm die mit mehr Hubraum.
    Alle haben Ihre eigenen Macken.
    Wie sind die vorher gepflegt worden? Selbst oder nachweislich in der Werkstatt?
    Fahren- nach Spass beurteilen und dann nach verhandlung und Kauf - einlesen.
    Schau mal im Netzt nach Konservierung beider Modelle und frage und schaue vor dem Kauf, ob das gemacht wurde.
    Gruß

  • Hallo,


    ich würde die Kriterien nicht auf Alter und Hubraum beschränken.


    Die 250er hat nominel (nur) 1,5PS mehr, wiegt dafür aber fast 20kg mehr. Höchstgeschwindigkeit ist exakt gleich und die Beschleunigungswerte unterscheiden sich kaum. Den Vergleich 200 zu 250 ccm würde ich auf dem Papier erstmal deutlicher erwarten. Sooo groß scheint er also garnicht zu sein. Ich schätze, er ist real kleiner, als zwischen gut und mäßig eingestellten, identischen Möhren. Das Handling würde ich bei der 200er etwas angenehmer erwarten. Fazit: Probefahrt.


    Beide haben deutliche äußere Kampfspuren. Da wäre es gut zu wissen, wo die herkommen und auch, wie die fahrzeuge genutzt wurden.
    Bei der 250er wird der technische Pflegezustand besonders betont. Ist ausserdem ein Händler, da steht die Frage nach Garantie im Raum. Will er keine geben ("ich verkaufe nur im Auftrag..."), scheint er der Sache nicht so zu trauen. Jung und viele Kilometer = Tourenfahrzeug oder Ganzjahresnutzung? Preis ist mit Garantie noch im Rahmen, ohne nicht.


    Die 200er hat in vielen Jahren wenig Kilometer gemacht. Spricht eher für Sommerfahrzeug, Garage steht ja schon in der Anzeige. Über Service etc. sagt er garnix. Zu prüfen wäre auf jeden Fall: Alter der Reifen (DOT Nummer - falls noch die ersten, ist das Profil egal, die sind Schrott), erster Riemen (Laufleistung und Alter sagen: muß neu), Zustand der Bremsscheibe, Alter Bremsflüssigkeit, Rost am Auspuff (von viel Kurzstrecke), Rost an Verkleidungsschrauben (hat doch hin und wieder im Regen gestanden...). Für den aufgerufenen Preis würde ich mindestens frischen Service und TÜV erwarten, wenn die o.g. Punkte zu deiner Zufriedenheit ausfallen.


    An beiden kannst du die üblichen Wartungsarbeiten selbst machen. Einstellarbeiten an der 250er kannst du als Hobbyschrauber vergessen, wg. Einspritzer. Die 200er ist ein Vergasermodell.


    Zuverlässig und solide gebaut sind beide.


    Frank

  • Moin,

    da hab ich auch nochmal ne Frage, auch wenn die Diskussion schon ne Weile her ist. Ich will hier in Norwegen eventuell im kommenden Winter nach so einer gebrauchten Tourenmaschine Aussschau halten.......


    Die GTS hat doch im Gegensatz zur GT elektronisch gesteuerte Einspritzung, bei der GT ist es ein ganz gewöhnlicher Vergaser.

    Ist die Vergasertechnik nicht evtl. langlebiger und einfacher zu warten? Ersatzteile gegebenenfalls billiger?

    Was meint ihr?

    (Werkstatt kommt hier für mich nicht in Frage mangels Vertrauen und wg. Mondpreisen....)

    Hoffe ich bekomme hier Antwort ohne ein neues Thema aufzumachen.


    Grüsse, Hans


    Edit:

    Ich sehe gerade, dass Du Dich schon zu der Einspritzung geäusserst hast, Frank.

    Selber reparieren/austauschen scheidet da wohl schon mal aus.


    Wie anfällig ist denn diese Technik?

    Ähnlich Vergaser, wo man im besten Falle erst nach ca. 15-20 Jahren mal reinigen und an Dichtungen/Membranen ran muss oder doch anfälliger?

    Ein Austausch/Reparatur in der Werkstatt ist dann sicher aufwendiger als es beim Vergaser wäre?