Ja, deiner Meinungsäußerung (mit dem Tempolimit) kann ich mich nur anschließen. Mich stört und belästigt es auch dass ich andauernd riskant überholt werde und eine Gefährdung ist durchaus gegeben. Zumindest "fühle" ich mich nicht ungefährdet.
Ich denke, da wird es kaum einen Rollerfahrer geben, der mit der Temporegelung für Kleinkrafträder glücklich ist.
Diejenigen, die einen "Großen Roller" fahren und froh sind, nicht mit den "Kleinen" unterwegs sein zu müssen sind ja genaugenommen auch nur froh, weil sie nicht mehr unmittelbar betroffen sind.
Aber, wie sieht denn eine vernünftige und zufriedenstellende Regelung aus? So wie ich unseren Gesetzgeber kenne und einschätze wird er wenn er glaubt, dass Rollerfahren zu gefährlich ist, das Rollerfahren ganz verbieten. Es gibt in Koblenz schon viele Straßen, die nicht mit kleinen Rollern befahren werden dürfen. (Das blaue Schild mit dem Auto) Besonders blöd ist das mit den Brücken, auf denen das Fahren untersagt ist... weil der Umweg über die Innenstadt mit Ampeln, Einbahnstraßen und hohem Verkehrsaufkommen zum einen durchaus 30min mehr Fahrtzeit bedeuten kann und zum anderen das häufige Spurwechseln und Einordnen durchaus auch Gefahren mit sich bringt. Bedingt durch die stärker motorisierten Verkehrsteilnehmer denen ich hier Mängel bei der vorrausschauenden Fahrweise und Missachtung der innerörtlichen Höchstgeschwindigkeit attestieren möchte. Dazu kommt noch die fehlende Beschilderung abseits der Hauptverkehrswege (die man ja nicht befahren darf).
Beim Schreiben kommt der Ärger aus allen schon erlebten Vorfällen wieder hoch... hmpf.
...aber zurück zu meinem eigentlichen Anliegen. Wie sollte denn eine Regelung aussehen?
Nur noch große Roller (Motorräder) zulassen und die kleinen ganz verbieten?
>>> Garnicht gut! Meine geliebte Vespa stehen lassen geht gar nicht.
Die kleinen Roller schneller fahren lassen? <50? <60? <80? <100?
>>> Womit fahren dann die 15jährigen Jungs die zur Schule/Arbeit müssen? Irgendwie finde ich es ja gut, das man die nicht gleich mit der Motorleistung (+Geschwindigkeit) überfordern will, aber dennoch zum Zweiradfahren hin erzieht.
Die anderen (also alle) Verkehrsteilnehmer stärker und strenger kontrollieren und ggf bestrafen?
>>> Wer bezahlt die Polizisten und die Technik? Und wer lässt sich schon gern überwachen und bestrafen?
Mit 25km/h auf dem Radweg.
>>> Ich bin auch leidenschaftlicher Radfahrer und die Radwege für Motor-/Mofaroller freizugeben halte ich auch nicht für sinnvoll. Radfahrer dürfen auch auf Radwegen nur mit "angemessener" Geschwindigkeit fahren. Das gilt dann auch für die motorisierten Fahrräder. Selbst 5km/h auf dem Radweg sind laut einem Berliner Gerichtsurteil zu schnell, wenn man von einem Auto (auf "Spielstraße", Schrittgeschwindigkeit =5km/h, tatsächlich 30km/h "haha, wie paradox"") an einer Kreuzung angefahren wird.
Als Radfahrer mag ich auch keinen (stinkenden) 25er Roller auf dem Radweg vor mir haben.
Außerdem haben Radwege immer noch Seltenheitswert in deutschen Städten. Sind zudem Verkehrsungünstig angelegt (Kreuzungen) und oft auch mit Fussgängern und Inlinefahrern zu teilen.
Alles keine wirklich befriedigende Lösung.
Vielleicht fällt euch ja noch ne Möglichkeit ein.
Mit dem Aufkommen von diesen neumodischen Elektro-Vehikeln befürchte ich, sind die CO2 schleudernden Motorroller bald Geschichte.